aufstehen


aufstehen

* * *

auf|ste|hen ['au̮fʃte:ən], stand auf, aufgestanden:
1. <itr.; ist
a) sich aus sitzender Stellung erheben:
bei der Begrüßung stand er auf.
Syn.: aufspringen, sich erheben.
b) sich aus liegender Stellung erheben; das Bett verlassen:
sie ist früh aufgestanden, um den Zug zu erreichen.
Syn.: aus dem Bett kommen, aus den Federn kommen (ugs.), aus den Federn kriechen (ugs.).
2. <itr.; hat (ugs.) offen stehen:
das Fenster stand den ganzen Tag auf.
Syn.: geöffnet sein.
3. <itr.; ist (geh.) sich gegen jmdn. erheben:
das Volk ist gegen seine Unterdrücker aufgestanden.
Syn.: aufbegehren (geh.), aufmucken (ugs.), rebellieren, revoltieren, sich widersetzen, Widerstand leisten.

* * *

auf||ste|hen 〈V. intr. 251; ist
1. sich auf die Füße stellen, sich zum Stehen aufrichten, sich erheben
2. das Bett verlassen
3. 〈fig.〉 sich auflehnen, revoltieren
● das Aufstehen am Morgen fällt mir schwer ● früh, spät \aufstehen; da musst du (schon) etwas früher \aufstehen (wenn du mich übers Ohr hauen willst)! da musst du dich beeilen, besser aufpassenauf etwas \aufstehen auf einem Untergrund stehen; der Schrank steht mit der ganzen Unterseite auf dem Boden auf; aus dem Bett \aufstehen; beim Aufstehen schmerzt mich der Fuß noch; \aufstehen gegen sich auflehnen, empören, erheben gegen, revoltieren; mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden sein 〈fig.〉 schon morgens schlechte Laune haben; ich stehe jeden Tag um 6 Uhr auf; vom Boden, vom Stuhl \aufstehen; vom Essen, vom Tisch \aufstehen die Mahlzeit beenden; in der Straßenbahn vor alten Leuten/für alte Leute \aufstehen ihnen seinen Platz anbieten; nach einer Krankheit wieder \aufstehen

* * *

auf|ste|hen <unr. V.>:
1. <ist>
a) sich [von seinem Sitzplatz] erheben:
mühsam [von seinem Platz], vom Stuhl a.;
zur Begrüßung stand er [vor der alten Dame] auf;
b) sich aus liegender Stellung aufrichten, auf die Füße stellen:
der Gestürzte stand mühsam auf;
nicht mehr, nicht wieder a. (verhüll.; nicht mehr genesen u. sterben);
c) (nach dem Schlaf, nach einem Krankenlager) das Bett verlassen:
in aller Herrgottsfrühe, spät a.;
der Kranke darf noch nicht a.;
aus dem Bett a.;
<subst.:> das frühe Aufstehen fällt ihm schwer;
R da musst du früher, eher a. (salopp; da musst du dir mehr Mühe geben, um zu erreichen, was du im Sinne hast).
2. <ist> (geh. veraltend) sich auflehnen, Widerstand leisten, rebellieren:
gegen die Unterdrücker, gegen die Unterdrückung a.
3. <ist> (geh.) in jmdm. wach werden, aufleben, entstehen:
Hass stand in den Gepeinigten auf.
4. hat; südd., österr., schweiz. auch: ist> (ugs.) auf etw. stehen; aufruhen:
der Tisch steht nicht fest, nur mit drei Beinen [auf dem Boden] auf.
5. hat; südd., österr., schweiz. auch: ist> (ugs.) offen stehen, geöffnet sein:
der Schrank, die Tür, das Fenster steht auf.

* * *

auf|ste|hen <unr. V.>: 1. <ist> a) sich [von seinem Sitzplatz] erheben: mühsam [von seinem Platz], vom Stuhl a.; zur Begrüßung stand er [vor der alten Dame] auf; vom Tisch a. (die Mahlzeit beenden); Ü So sinkt mir der Mut, vor meinen Mitmenschen als Prophet aufzustehen (aufzutreten; Freud, Unbehagen 190); ∙ <Prät. stund auf:> Sie stund auf, packte die Säcklein aus (Gotthelf, Spinne 11); b) sich aus liegender Stellung aufrichten, auf die Füße stellen: der Gestürzte stand mühsam auf; und nimmt einen Stein ... und wirft ihn ihr an den Kopf, sie fällt, steht nicht wieder auf, tot (Brot und Salz 24); *nicht mehr, nicht wieder a. (verhüll.; nicht mehr genesen u. sterben); c) (nach dem Schlaf, nach einem Krankenlager) das Bett verlassen: in aller Herrgottsfrühe, spät a.; der Kranke darf noch nicht a.; aus dem Bett a.; R da musst du früher, eher a. (salopp; da musst du dir mehr Mühe geben, um zu erreichen, was du im Sinne hast): du kannst mich nicht beleidigen. Da musst du früher a. (Brot und Salz 365); <subst.:> das frühe Aufstehen fällt ihm schwer. 2. (geh. veraltend) sich auflehnen, Widerstand leisten, rebellieren <ist>: gegen die Unterdrücker, gegen die Unterdrückung a. 3. (geh.) in jmdm. wach werden, aufleben, entstehen <ist>: Hass stand in den Gepeinigten auf; Sein Trotz stand auf und wollte es leugnen, dass man seine Stute erschlagen hatte (Jahnn, Geschichten 97); eine Frage, eine Erinnerung war in ihm aufgestanden. 4. auf etw. stehen; aufruhen hat; südd., österr., schweiz. auch: ist>: der Tisch steht nicht fest, nur mit drei Beinen [auf dem Boden] auf. 5. offen stehen, geöffnet sein hat; südd., österr., schweiz. auch: ist>: der Schrank, die Tür, das Fenster steht auf. 6. (Jägerspr.) auffliegen <ist>: Feldhühner standen plötzlich auf.

Universal-Lexikon. 2012.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • aufstehen! — aufstehen! …   Deutsch Wörterbuch

  • Aufstehen — Aufstehen, verb. irreg. neutr. (S. Stehen,) welches das Hülfswort seyn erfordert. 1) Offen stehen. Die Thür steht auf, ist lange aufgestanden, in welcher Bedeutung doch bey den meisten Hochdeutschen das Hülfswort haben gebräuchlicher ist; die… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • aufstehen — V. (Grundstufe) sich von einem Sitzplatz erheben, nicht mehr sitzen Beispiel: Er stand auf und begrüßte mich. Kollokation: vom Sessel aufstehen aufstehen V. (Grundstufe) das Bett verlassen, nicht mehr schlafen Beispiel: Heute sind wir sehr früh… …   Extremes Deutsch

  • aufstehen — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Bsp.: • Es ist jetzt Zeit zum Aufstehen. • Ich stehe um 7 Uhr auf. • Wann stehst du morgens auf? …   Deutsch Wörterbuch

  • aufstehen — aufstehen, steht auf, stand auf, ist aufgestanden 1. Ich stehe jeden Morgen um sechs Uhr auf. 2. Sie brauchen nicht aufzustehen. Sie können sitzen bleiben. 3. Solange Sie Fieber haben, dürfen Sie auf keinen Fall aufstehen …   Deutsch-Test für Zuwanderer

  • Aufstehen — Aufstehen, 1) sich von seinem Sitz erheben u. stehen, als Zeichen der Ehrfurcht, ist bes. in der Kirche Sitte, während Abschnitte aus der Bibel verlesen u. der Segen gesprochen wird, auch beim Gebet u. der Consecration. Diese Sitte rührt aus der… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Aufstehen — Aufstehen, in der Jägersprache das Auffliegen des Federwilds; von Weinen, die noch einmal in Gährung kommen …   Herders Conversations-Lexikon

  • aufstehen — ↑ stehen …   Das Herkunftswörterbuch

  • Aufstehen — 1. Aufstehen früh hat Müh . 2. Beim Aufstehen von der Tafel erkennt man das Fest. 3. De upsteit, de sîn Ste(de) vergeit. (Oldenburg.) 4. De upsteit, verläst sien Stede. (Ostfries.) 5. Dem, der früh aufsteht, hilft Gott und leitet ihm die Hand. 6 …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • aufstehen — Früh (früher) aufstehen müssen: sich sehr zeitig ans Werk begeben, um etwas ausrichten, erreichen zu können. In Murners ›Schelmenzunft‹ (angefügte Entschuldigung 89) heißt es:{{ppd}} {{ppd}}    Der miest warlich frieg uff stan!{{ppd}}    Der… …   Das Wörterbuch der Idiome